Überlkeit während der Fahrt, © New Africa, Shutterstock
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Übelkeit im Auto: Das hilft wirklich

Ostern steht vor der Tür und viele gönnen sich eine kurze Auszeit. Lange Autofahrten gehören dabei fast immer dazu und mit ihnen leider oft die gefürchtete Reiseübelkeit. Wir geben Tipps und Tricks, wie die Fahrt entspannter wird.

24.03.2026

Reiseübelkeit ist weit verbreitet, oft während längeren Autofahrten. Das Gehirn verarbeitet hierbei unterschiedliche Signale. Das Gleichgewichtsorgan registriert Bewegungen wie Kurven oder Bremsen. Die Augen nehmen das oft nicht wahr, wenn sie aufs Handy blicken oder beispielsweise etwas lesen. Das Ergebnis: Das Gehirn gerät durcheinander und reagiert mit Übelkeit. Diejenigen, die selbst fahren, sind weniger betroffen, weil der Blick auf die Straße gerichtet ist und die Bewegungen dadurch besser eingeschätzt werden können. Besonders Kinder reagieren empfindlich, da ihr Gleichgewichtssinn noch nicht vollständig entwickelt ist.

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Soforthilfe für die Fahrt

Um Übelkeit im Auto schnell zu lindern, gibt es einige einfache Tricks: Den Blick nach vorne oder in die Ferne richten, statt aufs Handy, Buch oder Tablet zu schauen. Den Kopf möglichst ruhig halten und für frische Luft sorgen, etwa durch geöffnete Fenster. Wenn möglich, kurz anhalten und aussteigen. Auch eine kühle Kompresse oder ein feuchtes Tuch im Nacken oder Gesicht kann helfen, das Unwohlsein zu reduzieren.

So lässt sich Reiseübelkeit vorbeugen

Wichtig ist die Wahl des Sitzplatzes im Auto. Ein Platz mit freiem Blick nach vorne ist ideal. Auf dem Beifahrersitz ist die Belastung oft geringer als auf der Rückbank. Zu beachten ist: bei Kindern hängt das jedoch von Alter und Sitz ab.

Längere Autofahrten lassen sich deutlich entspannter gestalten, wenn sie gut geplant sind. Regelmäßige Pausen und ausreichend Schlafmöglichkeiten unterwegs helfen vor allem Kindern, die zu Reiseübelkeit neigen. Auch ein früher Start am Morgen kann die Fahrt angenehmer machen.

Stickige Luft, Essensgerüche oder HItze im Auto verstärken die Beschwerden. Lüften oder eine moderat eingestellte Klimaanlage können helfen. Lesen oder aufs Handy schauen verschlimmert die Symptome häufig. Besser sind Spiele mit Blick nach draußen, Hörspiele oder Musik.

Essen spielt ebenfalls eine große Rolle

Vor der Fahrt gilt: weder hungrig noch mit vollem Magen losfahren. Leichte Snacks wie Brot, Cracker oder Obst sind gut geeignet. Fettige oder stark gewürzte Speisen eher vermeiden. Bei Getränken sind stilles Wasser oder Tee meist besser verträglich als Kohlensäure. Auch Ingwer, etwa als Tee oder Bonbon, kann helfen.

Wann sind Medikamente sinnvoll?

Bei starker oder häufiger Übelkeit können Medikamente eine Option sein. Wirkstoffe wie Dimenhydrinat dämpfen die Reize im Gehirn und lindern Beschwerden. Wichtig ist, dass die Medikamente möglichst vor Fahrtbeginn eingenommen werden sollten, da sie müde machen können. Da ist besonders für den Fahrer Vorsicht geboten!

Das könnt ihr tun, wenn sich jemand übergeben muss

Kommt es während der Fahrt zum Erbrechen, ist es wichtig ruhig zu bleiben. Wenn möglich, eine Tüte oder einen Spuckbeutel reichen. Ein Anhalten sollte erst an einem sicheren Ort erfolgen, etwa auf einem Rastplatz. Der Seitenstreifen ist nur im Notfall erlaubt. Frische Luft, etwas Wasser und eine kurze Pause helfen meist schnell. Feuchttücher und Wechselkleidung sind praktisch für unterwegs. Bei Kindern sollte man besonders aufmerksam sein. Wirken sie sehr schlapp oder trinken kaum noch, ist ärztlicher Rat sinnvoll.

Checkliste für die Fahrt

  • Leicht essen und ausreichend trinken

  • Snacks und Wasser mitnehmen

  • Sitzplatz mit Blick nach vorne wählen

  • Pausen einplanen

  • Für frische Luft sorgen

  • Bildschirmzeiten reduzieren

  • Spuckbeutel und Feuchttücher griffbereit haben

(Quelle: ACE Auto Club Europa)