Ostsee vorn: Übernachtungsrekord auf Campingplätzen, © Foto: Martin Charles Hatch / Shutterstock.com
 Foto: Martin Charles Hatch / Shutterstock.com
  • aktuelles

Ostsee vorn: Übernachtungsrekord auf Campingplätzen

Der Camping-Trend ist ungebrochen: 44,7 Millionen Übernachtungen gab es 2025 – ein Rekord. Besonders beliebt bleibt die Ostsee, trotz gestiegener Preise.

31.03.2026 Sebastian Tegtmeyer

Auf den deutschen Campingplätzen haben im vergangenen Jahr so viele Menschen übernachtet wie nie zuvor. Die Betreiber meldeten 44,7 Millionen Übernachtungen, wie das Statistische Bundesamt berichtet. Das waren 4,2 Prozent mehr als im Jahr zuvor und fast ein Viertel (24,9 Prozent) mehr als im Vor-Corona-Jahr 2019. Die Übernachtungszahlen haben sich damit auch wegen des Wohnmobil-Booms innerhalb von 20 Jahren mehr als verdoppelt.

Holt euch die kostenlose 
CARAVAN.fm App

Hört uns weltweit in bester Qualität und störungsfrei. Holt euch die App für Android oder iOS.

Covid-Pandemie bescherte Camping einen Boom

Während der Covid-Pandemie hatte Camping einen zusätzlichen Schub erhalten. Jede neunte Übernachtung in größeren Beherbergungsbetrieben mit mindestens zehn Betten entfiel im Corona-Jahr 2020 auf Campingplätze. Inzwischen ist der Anteil auf rund 9,0 Prozent zurückgegangen.

Preise für Camping steigen stärker als Inflation

Die mit Abstand beliebteste Campingregion blieb die Ostseeküste mit 3,4 Millionen Übernachtungen in Schleswig-Holstein und 3,1 Millionen in Mecklenburg-Vorpommern. Auf den Plätzen folgen der Schwarzwald mit 2,6 Millionen und die niedersächsische Nordseeküste mit 2,0 Millionen.

An dem Boom haben auch überdurchschnittliche Preiserhöhungen nichts geändert. So waren Wohnmobilplätze im vergangenen Jahr fast ein Drittel (32,2) Prozent teurer als im Jahr 2020. Die allgemeinen Camping-Gebühren sind um 28,7 Prozent gestiegen. Zum Vergleich: Über alle Formen von Unterkünften hinweg haben sich Übernachtungen im selben Zeitraum um 26,9 Prozent verteuert, die Verbraucherpreise stiegen um 21,9 Prozent.

(Quelle: dpa)