
Lebensgefahr im Sommer: So schnell wird das Auto zur Hitzefalle
Schon bei weniger als 30 Grad Außentemperatur kann ein Auto zur tödlichen Hitzefalle werden. Kinder oder auch Tiere sollten nicht einmal für wenige Minuten im Fahrzeug zurückgelassen werden.
02.06.2026
Die ersten heißen Tage des Jahres stehen bevor und damit wächst auch die Gefahr in parkenden Autos. Der ADAC warnt eindringlich davor, Kinder oder Tiere selbst für wenige Minuten im Fahrzeug zurückzulassen. Denn schon bei Außentemperaturen unter 30 Grad kann sich das Wageninnere innerhalb kurzer Zeit lebensgefährlich aufheizen.
Experten des ADAC haben eine Versuchsreihe gestartet
In einer Versuchsreihe haben Experten des ADAC ein Auto in der prallen Sonne stehen lassen und die Temperaturen im Innenraum gemessen. Das Ergebnis: Bereits nach 30 Minuten wurden im Fahrzeug mehr als 50 Grad erreicht. Nach etwa eineinhalb Stunden lag die Temperatur sogar bei 59,1 Grad.
Warum sich Autos so extrem aufheizen
Entscheidend ist dabei nicht nur die Außentemperatur, sondern vor allem die direkte Sonneneinstrahlung. Durch die Fensterscheiben gelangt Wärme ins Fahrzeuginnere und staut sich dort wie in einem Treibhaus. Besonders gefährlich ist, dass nicht nur die Luft heiß wird, sondern auch Oberflächen wie Lenkräder, Gurtschlösser oder Kindersitze. Diese können sich auf bis zu 80 Grad erhitzen und dadurch schmerzhafte Verbrennungen verursachen.

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Geöffnete Fenster helfen kaum
Viele Autofahrer unterschätzen die Gefahr und lassen bei kurzen Stopps die Fenster leicht geöffnet. Laut ADAC bringt das allerdings kaum Entlastung. Die Temperaturen steigen trotzdem rapide an. Auch Gegenstände im Auto können durch die Hitze gefährlich werden. Es wird empfohlen empfindliche Dinge wie Handys, Powerbanks oder Feuerzeuge niemals längere Zeit im heißen Fahrzeug liegenzulassen.
Diese Hilfsmittel schützen am besten vor Hitze
Im Test untersuchten die Experten außerdem, welche Maßnahmen das Aufheizen des Autos reduzieren können. Am wirksamsten war eine sogenannte Halbgarage, also eine spezielle Abdeckplane für das Fahrzeug. Sie senkte die Temperatur im Innenraum um rund zehn Grad. Ebenfalls effektiv war eine silberne Sonnenschutzfolie an der Windschutzscheibe, die immerhin acht Grad Unterschied brachte. Was nichts gebracht hat, war ein einfaches weißes Tuch auf dem Armaturenbrett.
Was tun, wenn ein Kind oder Tier im heißen Auto sitzt?
Wer ein Kind oder Tier in einem überhitzten Auto entdeckt, sollte schnell reagieren. Zunächst empfiehlt der ADAC, durch Klopfen oder Rufen zu prüfen, ob die Person oder das Tier ansprechbar ist. Zeigen sich Anzeichen einer Überhitzung, etwa starkes Schwitzen, Teilnahmslosigkeit oder bei Hunden heftiges Hecheln, sollten sofort Feuerwehr oder Polizei alarmiert werden. Eine Autoscheibe einzuschlagen ist laut ADAC nur in akuten Notfällen erlaubt, wenn Gefahr für Leib und Leben besteht. In so einer Situation sollte man möglichst Zeugen hinzuziehen und die Rettungskräfte über das Vorgehen informieren.
(Quelle: ADAC)
